Als ich im Februar 2007 das erste Mal auf ein American Quarter Horse traf, war ich baff ... Ein Reitpferd mit der Coolness eines Shetlandponies?! Dieser -wenn auch merkwürdig klingende Gedanke- war das Erste, was mir auffiel und mich bis heute nachhaltig begeistert. Dass es eine Pferderasse gibt, die von 0 auf 100 und wieder auf 0 kann, ohne mit der Wimper zu zucken.
Das erste American Paint Horse (und von Limit und seiner Mum abgesehen auch das Einzige bis heute), was ich traf, war im direkten Vergleich weniger cool. Obwohl doch in allen Büchern steht "...bunte Verwandtschaft des Quarter Horse".
Gut, natürlich wusste ich, dass ich Individuen vor mir hatte und es selbstverständlich auch binnen einer Pferderasse Unterschiede geben kann - vom jeweiligen Charakter des Pferdes und der Erziehung mal abgesehen. Und trotzdem ... als ich mit der Zeit mehr "Amis" (darunter fasse ich jetzt mal sowohl Quarter als auch Paint Horses) kennen lernte, wurde immer deutlicher: Jap. Sollte es nochmal ein Nachwuchspony geben, dann wohl ein Ami.
Nicht nur wegen dem Coolen Nervenkostüm, welches ich an Punker so manches Mal vermisse, sondern auch wegen der flachen Gänge. Da mein Rücken mit mehreren kleineren Bandscheibenvorfällen vorbelastet ist, sollte es doch vielleicht nicht wieder so eine "Wurfmaschine" werden, wie mein (über alles geliebter, versteht sich) Punker.

In den vergangenen vier Jahren habe ich also viel "recherchiert", würde man sagen. In Internetforen, Büchern, auf Messen und natürlich bei vielen interessanten Gesprächen mit diversen Züchtern. So kristallisierte sich ein Bild heraus, nachdem ich meinen Ami aussuchen würde... sollte es denn JEMALS soweit sein:

- vorzugsweise Quarter Horse
- Hengst bzw. Wallach
- geboren 2011
- Foundation-Linien [d.h. eine Zuchtrichtung, die sich auf die ursprünglichen amerikanischen "Ranch"-Horses gründet und weniger die "Hochleistungssportler",die man heute auf den großen Turnieren sieht. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf einen robusten Körper mit starken Knochen und einen klaren, ruhigen aber willensstarken Charaker]
- etwa ein Endmaß von min. 150cm
- starke Knochen, "große" Hufe (leider nicht bei jedem Züchter eine Selbstverständlichkeit)
und das wichtigste - ein gelassener, ruhiger, neugieriger aber sensibler Charakter

... Ich mach es kurz - bis auf das Geburtsjahr (und die Eintragung als Paint Horse, weil seine Mutter ein PH ist) ist Limit genau das, was ich gesucht habe. Sein Vater hat einen Foundationblutanteil von 99,76% und hat eine wirklich tolle Nachzucht vorzuweisen. Limits Mutter überzeugte mich mit ihrem tollen Charakter genauso wie mit ihren butterweichen Gängen.

So fiel nach Jahren der Überlegungen, des Grübelns, des "eigentlich ist es ja wahnsinng sich zwei Pferde zu halten" die Entscheidung ganz schnell. Und am 24.Mai 2011 - genau 6 Jahre und 6 Monate nach dem Kauf von Punker - unterschrieb ich den Kaufvertrag von "TD Over the Limit".